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Der Begleitete Umgang – Ein Angebot für Trennungs- und Scheidungsfamilien


Eltern bleiben trotz Trennung und Scheidung Eltern

Insgesamt werden pro Jahr rund 200.000 Ehen in Deutschland geschieden. In circa der Hälfte der Scheidungen sind minderjährige Kinder betroffen. Kinder, die eine Scheidung der Eltern erleben, sind in der Regel sehr betroffen und traurig. Oftmals erfolgt auch eine Projektion auf die eigene Person: Die Kinder betrachten sich als Auslöser und Schuldige der Scheidung. Trotz der starken Belastung, die eine Scheidung darstellt, handelt es sich durchaus um ein Lebensereignis, das sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen gut bewältigen können. Verschiedene amerikanische sowie deutsche Längsschnittstudien konnten dies im Lauf der Jahre belegen. Entscheidend für das kindliche Wohlbefinden sind zwei Hauptfaktoren: Gelingt es den Eltern einerseits, ihre Konflikte beizulegen und andererseits mit dem Kind weiterhin eine gute und tragfähige Beziehung aufrecht zu erhalten, wirkt sich dies sehr positiv auf die Kinder aus. Um dieses Ziel zu erreichen, brauchen viele Familien in Trennung und Scheidung Unterstützung von außen.

Der Begleitete Umgang im Deutschen Kinderschutzbund

Die Grundlagen des Begleiteten Umgangs

Kinder aus Trennungs-, Scheidungs-, Stief- und Pflegefamilien haben das Recht, getrennt lebende Bezugspersonen regelmäßig zu treffen. Eine zentrale Grundlage hierfür stellt die UN-Kinderrechtskonvention (KRK) dar. In Art. 9 Abs. 3 der KRK heißt es, dass jedes Kind das Recht auf unmittelbaren Kontakt zu beiden Elternteilen hat, soweit das kindliche Wohl nicht in Gefahr ist.

Im Jahr 1998 wurde durch die Kindschaftsrechtsreform das Sorge- und Umgangsrecht neu geregelt. Seitdem verbleibt das elterliche Sorgerecht i.d.R. auch nach einer Scheidung bei beiden Eltern. In § 1626 Abs. 3 BGB wird außerdem vertreten, dass der regelmäßige Kontakt sowie eine positive und tragfähige Beziehung zu beiden Elternteilen für das kindliche Wohlbefinden in der Regel wichtig sind. Dies gilt darüber hinaus auch für andere Bindungs- und Kontaktpersonen. Oftmals vereiteln jedoch Konflikte der Erwachsenen diese Kontakte. Dies gilt vor allem für hochstrittige Scheidungsfamilien. Allerdings können auch andere Problemlagen, wie z.B. Sucht, psychische Erkrankungen, Gewalt, Überforderung oder der Verdacht der Kindesentführung eine Rolle spielen und somit die Umgangskontakte erschweren oder gänzlich verhindern.

An dieser Stelle setzt das Angebot des Begleiteten Umgangs an. In Paragraph § 1684 Abs. 4 BGB heißt es: Das Gericht kann, wenn es für das Kindeswohl erforderlich ist, den Umgang einschränken, ausschließen oder nur in Anwesenheit eines „mitwirkungsbereiten“ Dritten stattfinden lassen. Der Begleitete Umgang besitzt im Deutschen Kinderschutzbund eine lange Tradition und wird seit den 90er Jahren – bereits vor Inkrafttreten der Kindschaftsreform – angeboten. Der Begleitete Umgang zielt somit auf Anbahnung, Wiederherstellung, Praktizierung, Unterstützung und Förderung der Beziehung eines Kindes zu jenem Elternteil bzw. einer sonstigen Bezugsperson, mit dem das Kind nicht zusammenlebt.

Wie wird der Begleitete Umgang durchgeführt?

Wer führt den Begleiteten Umgang beim Kinderschutzbund durch?

Beim DKSB führen die Orts- und Kreisverbände den Begleiten Umgang durch. Gerne können Sie sich beim DKSB Landesverband Bayern e.V. erkundigen, ob die Maßnahme in Ihrer Nähe durchgeführt wird.

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Kontakt zum Begleiteten Umgang

Weitere Informationen zu Trennung, Scheidung und Umgang:

www.familien-wegweiser.de

www.familienhandbuch.de

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