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Partizipationsrechte von Kindern


Artikel 12 „Berücksichtigung des Kindeswillens“

Artikel 13 „Meinungs- und Informationsfreiheit“

Artikel 31 „Beteiligung an Freizeit, kulturellem und künstlerischem Leben; staatliche Förderung“

Der DKSB LV Bayern e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, Partizipationsprozesse, die Kinder als gleichwertige Akteure betrachten, anzuregen, zu begleiten und zu dokumentieren. Kinder sollen internalisieren, dass es sich lohnt Verantwortung zu übernehmen und eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Langfristig wird damit die Bereitschaft geschaffen, sich als Bürger zu engagieren. Infolgedessen kann auch von einer Erziehung zur Demokratie gesprochen werden. Eine weitere Schlussfolgerung lautet zudem, dass die frühzeitige Erfahrung der Bedeutsamkeit der eigenen Meinung stets auch die Bereitschaft fördert sich sozial und gesellschaftliche zu integrieren.

Was bedeutet Partizipation?

Es fällt auf, dass bei der Auseinandersetzung mit dieser Thematik unterschiedliche Begrifflichkeiten verwendet werden. So ist die Sprache von Beteiligung, Partizipation, Mitwirkung, Teilhabe und Mitbestimmung. Entscheidend sind dabei sowohl die wissenschaftliche Perspektive als auch die anvisierte Zielgruppe. Dennoch gibt es einen gemeinsamen Nenner: Beteiligung, Partizipation und Mitwirkung bedeuten stets, die Bedürfnisse von Personen bzw. von Gruppen ernstzunehmen, diesen Verantwortung zu übertragen und im Sinne eines gleichberechtigten Miteinanders Entscheidungsprozesse anzuregen sowie auszuhandeln. 

Warum ist es wichtig, dass Partizipation bereits im Kindesalter beginnt?

Es ist entscheidend, dass Beteiligung im Kindesalter beginnt. Es macht wenig Sinn, einen Menschen bis zum Erreichen der Volljährigkeit von Entscheidungen, die seine Person betreffen, auszuschließen und schlagartig, mit dem Beginn des achtzehnten Lebensjahres als vollwertigen Meinungs- und Entscheidungsträger zu betrachten. Die Entwicklung einer eigenen Meinung, sowie die Bereitschaft, sowohl persönliche als auch gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen stellt einen langwierigen Prozess dar. Häufig spricht man in diesem Kontext auch von der Entwicklung zum mündigen Bürger.

Darüber hinaus bedeutet Beteiligung auch Prävention. Dort, wo kindlichen Bedürfnissen Rechnung getragen wird, lässt sich die  Entstehung von  Aggression, Frustration und Delinquenz vermeiden. Dies gilt für alle Bereiche, die im Leben von Kindern eine zentrale Rolle spielen: Familie und Schule sowie das weitere soziale Umfeld, wie z.B. das Wohnviertel.

Wie verschiedene Studien belegen, werden Kinder nach wie vor viel zu wenig in diesen Bereichen wahrgenommen und gehört (vgl. Fatke & Schneider, 2007; Leven & Schneekloth, 2007; Schneekloth & Leven, 2007). Das größte Mitbestimmungsrecht findet in der Familie statt, in den Kontexten Schule und Wohnort lassen sich dagegen kaum entsprechende Entwicklungen festhalten. Ein weiterer Befund, der hellhörig machen muss, ist die hohe Bedeutung von sogenannten Schicht- bzw. Milieueffekten: je besser die soziale Lage, desto ausgeprägter ist das kindliche Empfinden, dass die eigene Meinung zählt sowie die Bereitschaft, sich aktiv an Partizpationsprojekten zu beteiligen.

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