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Vereint in Bewegung
Das Konzept
Soziale Integration und Gewalt- und Suchtprävention sind zentrale Herausforderungen für unsere Gesellschaft.
Die Prävention im Bereich von Gewalt und Sucht stellt ein andauerndes Thema dar und wird mit vielen einzelnen Aktivitäten unterschiedlicher Akteure bearbeitet. Dennoch bleibt es eine Herausforderung, die entsprechenden Zielgruppen zu erreichen – Erwachsene gleichermaßen wie Kinder und Jugendliche. Sowohl im Bereich der häuslichen Gewalt als auch rund um Fußballplätze und anderen Sportarenen, werden wir mit den Grenzen bisherigen präventiven Handelns konfrontiert – obwohl viele gute Projekte bestehen.
Ziel des Projektes „Mehr Miteinander“ ist es, die bestehenden Projekte in Sport und Sozialbereich auf eine neue Art vor Ort zu vernetzen – für eine bessere Effizienz mit den Zielen der Prävention, Integration und Bewegung. Hierbei sollen Mädchen und Jungen, Männer und Frauen gleichermaßen entsprechend ihren Voraussetzungen und Bedingungen erreicht werden, der Genderansatz ist eingeschlossen.
Durch eine zentrale landesweite Steuerung sollen stabile dezentrale Netzwerke aufgebaut werden, die sowohl die Sucht- und Gewaltprävention, als auch die Integration von jungen Menschen mit Migrationshintergrund und die Annäherung an Bewegung/Sport in den jeweiligen Sportverbänden beinhalten.
Wenn man die Ressourcen von Sport- und Sozialverbänden bündelt, kann man eine gute Basis für eine verbesserte Wirksamkeit bestehender Konzepte schaffen: Die Sportverbände bringen ihr Know How im sport-pädagogischen Bereich ein, der Kinderschutzbund das sozialpädagogische Fachwissen und die bayernweit guten Kontakte zu den Kollegialverbänden (freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe) als Brücke zu weiteren Sozialpartnern vor Ort. Neben „Keine Macht den Drogen“ gehören die Träger von Kitas und Jugendzentren ebenso dazu wie Erziehungsberatungsstellen, Schulen und Familienzentren, etc.
Die bisher erfolgreich durchgeführten Projekte werden weiterhin in Eigenverantwortung der Verbände durchgeführt und in das gemeinsame Konzept integriert.
Vor Ort soll eine Koordinatorin / ein Koordinator mit der Aufgabe betraut werden, die vorhandenen sozialräumlichen Vernetzungen (Runde Tische gegen Gewalt, Familienbeiräte, Vereinskartelle, etc.) und Angebote zu sichten, sowie zusätzliche Kooperationen zwischen bis dahin ggf. auf getrennten Feldern (Sport und Soziales) tätigen Akteuren herzustellen. Landesweit werden diese örtlichen Koordinatorinnen und Koordinatoren von je einer dem Sport und einer dem Sozialbereich zugeordneten Fachkraft begleitet.
Modellhaft soll dieses Konzept an 7 Standorten in Bayern durchgeführt werden. Ziel ist es, langfristig eine flächendeckende Vernetzung in allen interessierten Orten zu erreichen. Die Auswahl der Modellstandorte erfolgt unter Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit der Kooperationspartner und den sozialräumlichen Voraussetzungen.
Die Ergebnisse dieser Vernetzungen werden in den unterschiedlichen Orten je nach vorhandener Sport- und Sozialstruktur sehr unterschiedlich ausfallen. Es soll ein bedarfs- und bestandsorientiertes Netzwerk gestaltet und sichtbar werden, das den Kindern und Jugendlichen und ihren Familien eine effektivere Nutzung der unterschiedlichen Angebote ermöglicht.
Das Konzept ist auf eine Dauer von mindestens drei Jahren angelegt, eine Fortsetzung soll in jedem Fall durch weitere Partner, z.B. die Kommunen ermöglicht werden.











